
Aufgabe
Im Mariannenweg in Bad Homburg v.d.H. sollte ein modernes Einfamilienhaus mit 2,5 Geschossen entstehen. Die Bauherrenfamilie wünschte sich eine zeitgemäße Architektur, die hochwertige Naturmaterialien mit klaren Linien verbindet, und dabei die ruhige, begrünte Wohnlage des Taunus-Vorrandes respektiert. Integrierter Carport und ein gut belichtetes Wohnen über alle Ebenen gehörten zu den Kernzielen.
Entwurf
Der Baukörper gliedert sich klar in zwei Zonen: Die straßenseitige Nord-Fassade zeigt einen zurückhaltenden Auftritt, weißer Putz im Obergeschoss, eine warme Holzverkleidung aus horizontalen Brettern im Erdgeschoss-Akzentbereich, ein anthrazitfarbenes Steilsatteldach mit großem Schleppgaupenfenster im Dachgeschoss. Der Carport ist über ein flaches Vordach nahtlos in das Gebäudeensemble integriert.
Die Südfassade ist vollständig in Holz verkleidet, horizontale Lärchenbretter in warmem Naturton erstrecken sich über beide Vollgeschosse. Breite Aluminium-Fensterbänder nutzen die Sonneneinstrahlung optimal aus. Das Dachgeschoss tritt durch das große Gaupenfenster in Dialog mit der Natur. Zwischen den Geschossen verläuft ein präziser Betonstreifen, der die horizontale Schichtung betont und dem Gebäude ein handwerklich sorgfältiges Erscheinungsbild verleiht.
Materialien & Konstruktion
- Fassade: Weißer Edelputz (OG/Straßenseite), horizontale Holzverkleidung Lärche natur (EG-Akzent + gesamte Südfassade)
- Dach: Steiles Satteldach, anthrazitgraue Dacheindeckung, großformatige Schleppgaupe mittig
- Fenster: Aluminium-Rahmen anthrazit, großformatige Einheiten, bodentiefe Verglasung im EG
- Carport: Flachdach-Carport links, dunkel-eloxiertes Sektionaltor, nahtlose Integration in die Fassade
- Geländesituation: Leicht geneigtes Grundstück (ca. 1,0 m Niveaudifferenz Nord–Süd)




Visualisierungen · Architekturbüro Matthias Ludwig
Entwurfszeichnung

Besonderheiten dieses Projekts
Die Kombination aus Holz und Putz verleiht dem Haus eine Wärme, die typischen Neubauten oft fehlt, ohne dabei auf klare, zeitlose Architektur zu verzichten. Das Gebäude reagiert auf seine beiden unterschiedlichen Seiten: zur Straße geschlossen und sachlich, zum Garten offen und materialsinnlich.
Das große Schleppgaupenfenster im Dachgeschoss ist architektonisches Highlight und Lichtquelle zugleich, es beleuchtet das ausgebaute Dachgeschoss ohne aufwendige Velux-Lösungen und gibt der Nordfassade eine unverwechselbare Silhouette.